Warum Designfans plötzlich Berge erklimmen, Handarbeit so wichtig ist wie nie und grelles Licht von oben doch manchmal ok ist, verraten wir in unseren aktuellen Lieblingsfunden aus der Designwelt.
Concept
Design auf 1’250 Metern über Meer
Wie kriegt man DesignliebhaberInnen mit exklusivem Geschmack in eine abgelegene Berghütte? Das ist keine rhetorische Frage, denn wir haben darauf eine echte Antwort: Indem man sie in das von Molteni ausgestattete Tabia in den Dolomiten lockt. Als Tabia bezeichnet man traditionelle hölzerne Scheunen in den Dolomiten – also nicht gerade ein Ort, wo man Designermöbel erwartet. Molteni wählte ein Tabia mit Baujahr 1793 aus, gelegen auf 1’250 Metern und mit Blick auf das Tal, das von Agordo zum Passo San Pellegrino führt. Statt rustikaler Holzmöbel findet man Designklassiker wie das Marteen Sofa, designt von Vincent Van Duysen. Da schlüpfen auch Großstadtmenschen freiwillig in die Wanderschuhe.
molteni.it

© Molteni
We Love
Coffee O’Clock
Die passende Couch zu finden ist ein kompliziertes Unterfangen. Sitzt man einmal bequem mit Cappuccino in der Hand auf dem Traumsofa, klopft schon das nächste Problem an: Wie sieht der perfekte Couchtisch aus, auf dem man Heißgetränk, Lektüre und Snacks abstellt? Man findet ihn in der Vesta Kollektion, designt von Francesca Lanzavecchia für Turri. Edles Nussbaumholz, genug Platz für alles, was man für einen Fernsehabend so braucht und erhältlich in verschiedenen Größen – das erfüllt die Checkliste.
turri.it


© Turri
Nice to Have
Die Erleuchtung
Eine ungeschriebene Regel unter Interiorfans ist folgende: Bitte möglichst kein grelles Licht von oben. Aber alle Regeln haben Ausnahmen. Darum freut es uns, dass die Deckenleuchte Neutra von Kartell, designt von Ferruccio Laviani, dieses Jahr ihr großes Comeback feiert. Dank verschiedener Größen und Farben kann man gleich mehrere Leuchten von der Decke hängen. Für alle, die trotzdem Angst vor gleißend weißem Deckenlicht haben: Es gibt ja auch Glühbirnen in warmem Orange.
kartell.com

© Kartell
Exhibition
Manu Factum
Der Homo Faber ist der schaffende Mensch – also ein mittlerweile rares Exemplar, das dank KI, die sich wie ein Parasit ausbreitet, schon bald vom Aussterben bedroht ist. Homo Faber ist außerdem eine Ausstellung in Venedig, die eben diese Handwerkskunst feiert. Das diesjährige Thema lautet „An Island of Light». Wenn man das Zusammenspiel von Licht, Material und Handwerk erlebt, muss man sich ab und zu auch mal hinsetzen, um all die Eindrücke zu verdauen. Am besten auf ein Möbel von Sponsor Ethimo. Deren Outdoor-Kreationen verschönern die beiden Außenbereiche der Ausstellung, Giardini della Piscina und Giardini delle Capriate.
Homo Faber – „An Island of Light», bis 30. September 2026, Fondazione Giorgio Cini, Venedig, homofaber.com, ethimo.com

© Ethimo
Liebling
Perfectly Broken
Unsere Lieblingsdiskussion, wenn es um Design geht? Die ewige Frage nach Form und Funktion. Was kommt zuerst, was ist wichtiger – und gibt es das eine ohne das andere? Die Zürcher Designerin mit chinesischen Wurzeln Yan Jiang weiß bestens, mit Form und Funktion zu spielen. Nach etlichen High-Jewellery-Kollektionen wagt sie sich immer wieder an Objekte. Und zwingt denen keine bestimmte Funktion auf. Die Broken Edge-Trays, aus massivem Messing gegossen und mit einer Rhodiumbeschichtung veredelt, können als Schmuckaufbewahrung verwendet werden oder auch einfach als Kunstwerk im Raum stehen.
yanjiangstudio.com







