Wir haben ein ultra nützliches Möbelstück aufgespürt, feiern einen ikonischen Stuhl, den es seit einem Jahrhundert gibt und lieben Teppiche: Hier sind unsere Living & Design Lieblinge des Monats.
New Collection
Auf dem Teppich bleiben
Mit viel Geld kann man viel kaufen. Logisch, oder? Die Teppiche von Carpet Edition beispielsweise. Was auch haufenweise Scheine nicht kaufen können: die Fähigkeit, einen solchen Teppich von Hand zu knüpfen. Dazu braucht es Zeit, Geschick und Wissen, das von Menschen und nicht von ChatGPT stammt. Die „Nomad“-Kollektion besteht aus den Teppichen „Atlas“, „Dune“ und „Clan“ – allesamt in Handarbeit nach der über Generationen weitergegebenen Technik des Handknüpfens hergestellt, mit natürlichen Materialien wie Wolle, Baumwolle oder Bambus.
carpetedition.com

Anniversary
Frei sein & frei schwingen
„Imitation is the sincerest form of flattery“, sagt ein englisches Sprichwort. Das hat der niederländische Designer Mart Stam sein Leben lang erfahren. 1926 skizzierte er erstmals einen hinterbeinlosen Stuhl aus Stahlrohren. 100 Jahre später sind Interior-LiebhaberInnen nach wie vor hin und weg vom sogenannten Freischwinger – oder eben dessen zahlreichen Nachahmungen. Wer das Original präferiert, findet die Modelle S 33 und S 34 nun auch als Soft-Variante mit einer Bespannung aus Stoff. Die textile Bespannung ist übrigens gar keine Neuerfindung. In den 1920er-Jahren waren die Stühle bereits mit sogenanntem Eisengarnstoff bespannt, neben anderen Materialien wie Leder. Für die Textilbespannung brauchte es einiges an Tüftelei, denn ein einfacher Stoff alleine wäre nicht robust genug. Thonet entwickelte deshalb ein Verfahren mit einem Trägermaterial, das den Stoff stabilisiert und so verhindert, dass er sich verzieht oder ausbeult. Das kommt mit einem Vorteil für alle, denen schnell langweilig wird: Die Stühle können jederzeit mit verschiedenen Stoffen aus der Kollektion von Thonet bespannt werden. thonet.de



Liebling
Kurven + Kissen = Kunst
Für den perfekten Sessel braucht es nicht viel. Dem britischen Designer Nigel Coates reichten für „Plasma“ nämlich sechs Kissen sowie schlanke Metallrohre. Hinzu kommt ein bisschen digitale Zauberei – das Gestell wurde mit computergesteuerten Beuge- und Schweißverfahren gebaut – und fertig ist die skulpturale Sitzgelegenheit, die in der Version mit Fußstütze auch für den Außenbereich erhältlich ist.
poltronova.it

Nice to Have
Super-Organizer
Schönes Design lässt sich leicht finden. Schönes, überraschendes und einzigartiges hingegen seltener. Denn ganz ehrlich – wer muss sich noch zusätzliche Objekte in die wahrscheinlich ohnehin schon volle Wohnung stellen? „Hook“ von Ceadesign schafft es, selbst radikal budgetorientierten Menschen die Kreditkarte aus dem Portemonnaie zu ziehen. Denn dieses hübsche, schlichte Konstrukt kann vieles: im Innen- oder Außenbereich montiert werden, Fahrräder lagern und sie dank Wasseranschluss sauber halten. Und was man sonst noch so daran aufhängen kann, findet jeder mit ein bisschen Fantasie schnell selbst heraus.
ceadesign.it

We Love
Frauen an die (Design-)Front
Vor 284 Jahren war die Welt für Frauen nicht gerade rosig. Wobei, heute ist sie das auch nicht. 1742 gab es nicht nur kaum Rechte für Frauen, sondern auch weder Autos noch Telefone. Aber: Das schwedische Unternehmen Kosta Boda wurde gegründet. Bis heute ist dieses eine der besten Anlaufstellen für zeitgenössische Einrichtungsgegenstände, insbesondere Glaskunst. In den vergangenen Jahren haben vorwiegend weibliche Designerinnen zur gestalterischen Weiterentwicklung der Marke beigetragen: Unter anderem Åsa Jungnelius, die mit ihrer „Crackle“-Kollektion gesprungenes Glas nicht als Fehler sieht, sondern in den Mittelpunkt des Designs stellt, Sofia Lagerkvist und Anna Lindgren, die als Designstudio Front farbige Vasen kreieren, oder seit neuestem Grafikdesignerin Clara von Zweigbergk, deren Schwerpunkt auf Votivgläsern liegt.
kostaboda.com







