Wenn es draußen noch nicht blüht, müssen das eben unsere Möbel tun. Und wenn das immer noch nicht hilft, muss verspieltes Design her. Das alles findet ihr in unseren aktuellen Living & Design Trends.
Collaboration
AUFBLÜHEN
Mitten im Winter blühen die wenigsten von uns. Außer vielleicht, wir sitzen auf einer Kombination von „Saki“, einem Design von Minotti und dem Kreativstudio Nendo, das es als Zwei-, Drei-, oder Viersitzer in zwei verschiedenen Tiefen, als Sessel mit und ohne Armlehnen, als Bank und als originelle Inseln mit verschiedenen Konfigurationen gibt. „Saki“ bedeutet im Japanischen nämlich „Blüte“. Oki Sato, Gründer von Nendo, interpretiert das Symbol der Knospe durch die feinen Einschnitte im oberen Teil der Polsterung an der Ecke. Solange draußen noch nichts blüht, sitzen wir auf unserem Saki und warten auf wärmere Zeiten.


Nice to Have
WONDERFULLY WONKY
Die Weihnachtszeit macht uns alle etwas duselig. Stress – arbeits- oder familienbedingt, vielleicht sogar beides –, Kälte, die unvermeidbare Ende-des-Jahres-Nostalgie. Da kann man schon mal schief und wackelig sehen. Bei Seletti geht es im Design meist so zu und her. Chaotisch, unkonventionell und mit einem ganz eigenen Humor bringen die Stücke Stimmung in die dunkle Jahreszeit. „Classics on Acid“ nennen sich Vasen und Kerzenständer, die auch ganz ohne das Einwerfen von Acid dank ihrer unüblichen Formen zu einem zweiten und dritten Hinschauen verleiten. Wer nichts mit klassischer Tafeldekoration anfangen kann, weiß nun, wo man sich am besten eindeckt.

Liebling
EYE SEE YOU
Ständig das Gefühl, beim Weihnachtsdinner beobachtet zu werden? Das sind nicht etwa Auswirkungen der Gläser Glühwein, die du bereits nicht mehr zählen kannst. Es ist das niedliche Augenpaar von Alessi, das dem Weihnachtsbaum ein Eigenleben verleiht und für leichten Verfolgungswahn sorgen kann. Die Weihnachtskugeln kommen in drei Versionen daher und vermitteln so der Tanne ganz unterschiedliche Emotionen. Besonders MinimalistInnen dürften sich ab diesem Stück freuen. Statt den gesamten Baum mit allerlei Glitzerndem zu behängen, reicht ein sogenanntes „Treebie“, um der Tanne Leben einzuhauchen.
Alessi, „Treebie“, Christbaumschmuck, ca. 38.—, alessi.com

New Collection
IMMERWÄHREND
Funktionale Stücke sind ja schön und gut. Aber bei Objekten, die man nicht dringend braucht, schlägt das DesignliebhaberInnenherz höher. Bei Molteni erschien dieses Jahr eine Kollektion solcher Objekte – Vasen, Tablett, Dekofiguren –, direkt aus dem Archiv des legendären Designers und Architekten Gio Ponti, in dem über 250 Objekte lagern. Molteni besitzt das exklusive Recht, die Designs des 1979 verstorbenen Kreativen wiederzuverwenden – und stellt so sicher, dass sie auch heute noch wertgeschätzt werden und für Inspiration sorgen.




We Love
WOHN-PSYCHOLOGIE
Was hat Wohnen mit der Psyche zu tun? Na, alles. Vielleicht erinnern deshalb manche Sofas und Chaiselongues ein bisschen an das klischeehafte Bild einer Therapiesitzung, bei der man im Liegen sein Herz ausschüttet. Bei Boffi inspiriert das Ganze gar die Namensgebung der Möbel. „Dialogo“ verrät uns schon, dass wir auf diesen Stücken sitzend und liegend keinesfalls Schweigen sollen. Das modulare Sofa verfügt über ein drehbares Gestell, das verschiedene Konfigurationen ermöglicht: frontal, nebeneinander oder gegenüberliegend. Je nach Bedarf und persönlichem Zustand wird das Wohnzimmer im Nu zur Therapiestunde, zur Gossip-Runde oder zum Ort fürs lebhafte Selbstgespräch. Auch „Sovrana“, eine raffinierte und skulpturale Mischung aus Chaiselongue und Tagesbett, lädt zum gemütlichen Plaudern ein.







