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Interview mit Dermatologin Dr. Kerstin Ortlechner

by FACES Magazin
14.10.2025
in BEAUTY
Interview mit Dermatologin Dr. Kerstin Ortlechner

Sie hat ein feines Radar für Beauty-Hypes – und ist auf Instagram stets die Erste, die uns kompetent einordnet, was sie (nicht) bringen: Dr. Kerstin Ortlechner. Österreichs bekannteste Dermatologin ist international gefragt – und spricht genauso gern über neue Ästhetik-Trends wie über deren Schattenseiten. Offen, direkt und immer mit einem Blick hinter die Fassade von Schönheit. Wir besuchen die Oberösterreicherin in ihrer außergewöhnlichen Wiener Praxis – ein futuristischer Ort mit sakraler Vergangenheit. Dort spricht sie über Haut-Essentials, Zukunftstrends und Schönheitsfallen, in die man besser nicht tappt.

Interview: Servin Kaya

FACES: Warum hast du dich für die Dermatologie entschieden – was hat dich daran gereizt? 
Dr. Kerstin Ortlechner: Ich wusste schon mit sechs Jahren, dass ich Medizin studieren möchte, obwohl in meiner Familie niemand aus dem medizinischen Bereich kommt. Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof. Die Medizin hat mich von Anfang an fasziniert: die Anatomie, die Physiologie, wie der Körper funktioniert. Zunächst hat es mich stark zur Chirurgie hingezogen, am meisten haben mich präzise und kreative Eingriffe begeistert. Über diesen Weg bin ich zur Dermatologie gekommen, die im KH Hietzing direkt neben der Herzchirurgie, an der ich mein Gegenfach machte, angesiedelt war. Mir wurde klar: Die Haut ist das größte Organ, sie vereint Allgemeine Dermatologie, Immunologie, Dermatochirurgie und Ästhetik – genau diese Vielfalt hat mich gepackt. Nach einer fundierten Ausbildung in klassischer und chirurgischer Dermatologie bin ich schließlich über die Hautkrebschirurgie und plastische Rekonstruktion auch zur Ästhetik gekommen. 2015, während meiner Karenz, habe ich begonnen, mich international intensiv fortzubilden, weil es in Österreich damals kaum Angebote gab. Diese Zeit hat mir den Grundstein für meine heutige Tätigkeit gelegt.

F: Mit welchen Wünschen kommen PatientInnen heute am häufigsten zu dir?
KO: Sehr viele wünschen sich, frischer auszusehen, ohne dass es jemand merkt oder man den Charakter per se verändert. Die Klassiker sind Botulinumtoxin und Filler und bei vielen Frauen die Verbesserung der Hautqualität. Auch das Thema Bioregeneration wird für viele immer interessanter. Es geht weniger darum, etwas zu verändern, sondern die eigene Ausstrahlung zu unterstützen. Natürlichkeit ist für mich dabei das Allerwichtigste.

F: Welche Behandlungen sind besonders heikel und wo braucht es die absolute Expertise?
KO: Jede einzelne Behandlung, bei der man etwas in den Körper injiziert, muss mit absoluter Vorsicht und ärztlicher Expertise erfolgen. Selbst die einfachste Botulinumtoxin- Behandlung kann völlig daneben gehen. Ich hatte etwa einen Patienten aus Ungarn, der sich für 80 Euro behandeln ließ – ein Auge konnte er gar nicht öffnen, das andere hing halb herunter. Das passiert, wenn man falsch injiziert. Grundsätzlich sind die heikelsten Areale für Filler Unterspritzungen im Bereich der Nase und Tränenrinne – weil dort Gefäße verlaufen, die das Auge versorgen. Wenn es hier zu einer Fehlapplikation und somit zu einem intraarteriellen Verschluss kommt, kann das in Sekunden zu einer Erblindung und zu Nekrosen, also Absterben von Gewebe führen. Es gibt sogar ganz vereinzelt Extremfälle, bei denen PatientInnen verstorben sind. Das zeigt, wie ernst man diese Eingriffe nehmen muss.

F: Welche Rolle spielt da Social Media für dich – gerade wenn es um Trends geht?
KO: Social Media ist Fluch und Segen zugleich. Auf Social Media blenden manche stark. Diverse Accounts posten Behandlungsergebnisse, die gar nicht von ihnen selbst sind, sondern von einem anderen Arzt zum Beispiel. Ich sehe auch, dass auf Social Media viele Hypes und Trends entstehen, die PatientInnen dann sofort ausprobieren möchten. Aber Trends haben in der Medizin nichts verloren. Oft wird ein Wirkstoff oder eine Methode als „Wundermittel“ verkauft. Die Haut braucht in erster Linie Schutz vor UV Strahlen und eine gute Basispflege. Und natürlich die jährliche Hautkrebsvorsorge inklusive Muttermalkontrolle. Alles andere sind Ergänzungen, keine Zauberformeln.

F: Du bist international sehr viel unterwegs. Inwiefern profitierst du davon?
KO: Am Anfang war es unglaublich spannend, egal ob New York, Dubai oder Sao Paulo – ich wollte alles aufsaugen. Jetzt, nach vielen Jahren und viel Erfahrung, sehe ich klarer: Alle kochen nur mit heißem Wasser. Wir machen alle unterm Strich von den Basics her dasselbe. Kenntnisse in der Anatomie und Hautphysiologie sind obligat. Für mich gibt es viele Parallelen zur Kunst: Du musst die Medizin und Anatomie beherrschen und die Produkte, Filler, etc gut kennen – aber am Ende entscheidet auch das künstlerische Feingespür. Auf den Kongressen sehe ich stets die neuesten Studien, Materialien und Techniken. Gleichzeitig kann ich mich mit meinen geschätzten KollegInnen austauschen – was ich liebe!

F: Welche Länder sind für dich in der Ästhetik führend?
KO: In Brasilien spielt Ästhetik eine riesige Rolle, in den USA sind die Menschen sehr offen. In Europa sind sievorsichtiger und fundierter. Wien wiederum ist etwas zurückhaltend, manchmal auch konservativ. Das hat Vorteile, weil Entwicklungen hier kritisch geprüft werden. Aber manchmal wünsche ich mir, dass wir ein bisschen mutiger wären – natürlich immer mit dem Wissen und der Sicherheit der Medizin im Hintergrund.

F: Welche Themen dominieren derzeit die großen Dermatologie- und Ästhetik-Kongresse?
KO: Es geht alles sehr stark in Richtung Bioregeneration – das ist das Buzzword schlechthin. Also weg vom aufgespritzten Fake-Aussehen und hin zu Behandlungen, die das körpereigene Kollagen, Elastin und Hyaluron stimulieren, aktivieren und wieder aufbauen. Das ist ein zentrales Thema. Das zweite große Thema ist Langlebigkeit – also „Longevity“. Was kann man tun, um die Haut nachhaltig jung und gesund zu halten? Die Haut ist das Organ, das man nach außen sieht, an ihr erkennt man das Alter am schnellsten – deshalb steht sie im Zentrum der Forschung. Aber natürlich spielt hier auch der Körper bzw. die Gesundheit eine große Rolle.

F: Volle Lippen sind für viele Frauen ein Schönheitsideal und oft mit Filler-Behandlungen verbunden. Gibt es hierzu neue Erkenntnisse?
KO: Ja, in Monte Carlo wurde etwa eine neue Studie präsentiert, die zeigt, dass die Lippen noch feiner in zverschiedene Kompartimente unterteilt sind, als wir bisher angenommen haben. Wenn man falsch injiziert, kann es zu sogenannten Granulomen (Knotenbildungen) kommen, die sich genau in diesen Fettkompartimenten sammeln. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die Anatomie wirklich im Detail zu kennen. Nur so kann man natürlich schöne Ergebnisse erzielen, ohne Risiken einzugehen.

F: Wie ist es mit Männern – kommen auch sie vermehrt zu dir?
KO: Absolut. Männer legen oft großen Wert darauf, dass es niemand merkt. Sie wollen frisch aussehen, vielleicht die Stirn etwas entspannen, aber es soll bloß nicht „gemacht“ aussehen. Da ist das Fingerspitzengefühl besonders wichtig, weil schon kleine Veränderungen einen großen Unterschied machen können.

F: Was sind deine Basics, wenn es um die tägliche Hautpflege geht?
KO: Das Allerwichtigste ist Sonnenschutz, das sage ich immer wieder. Antioxidantien in der Früh – Vitamin C, Vitamin E – sind ein Must-have. Und eine gute Feuchtigkeitspflege. Mehr braucht es nicht. Man muss nicht zehn Schritte machen, die man dann eh nicht schafft. Weniger ist mehr. Abends kann man Retinol oder Fruchtsäuren in milder Form einsetzen, um die Hautreparatur zu unterstützen. Mit diesen Basics hat man schon unglaublich viel erreicht.

F: Viele PatientInnen nutzen Geräte für zuhause. Was hältst du davon?
KO: Da muss man unterscheiden. Eine Massage mit Gua Sha oder ab und an eine Maske schaden nicht, aber die wirklich wirksamen Geräte gehören in die Hände von ExpertInnen. Zuhause kann man die Haut pflegen und schützen , aber die großen Veränderungen schafft man mit medizinischen Behandlungen in der Praxis.

F: Wie sieht deine persönliche Routine aus?
KO: Ganz ehrlich? Sehr einfach. Reinigung, Antioxidantien, Feuchtigkeit und SPF. Dazu ein- bis zweimal im Jahr ein Treatment wie mikrofokussierter Ultraschall oder Bioregeneratoren. Ich mache auch präventives Botulinumtoxin. Mir ist dabei wichtig, dass es immer schön natürlich bleibt.

F: Deine Ordination ist in einer ehemaligen Kirche – das ist außergewöhnlich. Wie fühlt es sich an, dort zu arbeiten?
KO: Es ist wirklich besonders. Der Raum hat Geschichte und eine gewisse Ruhe – und durch das Design wirkt er gleichzeitig sehr modern. Für mich ist das der perfekte Ort: eine Mischung aus Bodenständigkeit, Spiritualität und Zukunft. Ich habe das Gefühl, dass sich meine PatientInnen hier sehr wohlfühlen. Hoffe ich zumindest. (lacht)

F: Was möchtest jetzigen und künftigen PatientInnen zum Abschluss mitgeben?
KO: Mir ist wichtig zu betonen: Schönheit ist nicht Perfektion. Es geht nicht darum, ein neues Gesicht zu machen, sondern die eigene Ausstrahlung zu bewahren. Wer regelmäßig und mit Bedacht pflegt, kleine, natürliche Behandlungen macht und auf seine Haut hört, hat schon sehr viel erreicht. Am Ende geht es darum, sich wohlzufühlen und das Strahlen zu behalten.

DR. KERSTIN ORTLECHNER
Dr. Kerstin Ortlechner empfängt ihre PatientInnen in einer Ordination, die weltweit als architektonisches Highlight gilt – einer ehemaligen Kirche im 7. Wiener Bezirk. Entworfen vom preisgekrönten Studio Riebenbauer, verbindet der Raum sakrale Geschichte mit zeitloser Ästhetik und modernster Gestaltung. Spiegelnde Flächen, klare Linien und eine kunstvolle Lichtführung schaffen eine Atmosphäre, die zugleich Schönheit, Ruhe und Präzision ausstrahlt. So ist ihre Ordination nicht nur ein medizinischer Ort, sondern ein wahres Prachtstück Wiens, das internationale Maßstäbe setzt. kerstinortlechner.com

Mehr Insights zu Beauty Themen aller Art findest du hier.

Hier findest du das Angebot von Dr. Kerstin Ortlechner.

Fotos: Stefan Kokovic, Julius Hirtzberger

Tags: Dr. Kerstin Ortlechner
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