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Gespaltene Schuhe und Meinungen: Die Geschichte des Tabis

by Josefine Zürcher
03.02.2026
in FASHION
Gespaltene Schuhe und Meinungen: Die Geschichte des Tabis

„Hässlich, seltsam, ikonisch“: Kaum ein Schuh löst so viele Kontroversen aus wie der Tabi – der Huf-ähnliche Schuh, der den großen Zeh von den anderen abtrennt. Martin Margiela brachte seine Version des ehemaligen japanischen Arbeiterschuhs in die Fashionwelt, mittlerweile sind Tabis schon fast im Mainstream angekommen. Neu erscheint jedes Jahr eine Tabi Collector’s Edition von Margiela. Den Anfang machte Ende letztes Jahr ein glitzerndes Modell. Während andere ihr gesamtes Erspartes für diese Edition auf den Putz hauen, nutzen wir die Gelegenheit, um in die Geschichte des ikonischen Zehenspalters einzutauchen. 

2023 erzählte eine Tiktok-Userin eine ebenso empörende wie amüsante Geschichte: Ihr Tinder-Date klaute ihre Maison Margiela Tabi-Mary-Janes, um sie seiner Freundin zu schenken. Die „Tabi-Swiper“-Story ging viral. Doch nicht nur das dreiste Entwenden der Luxusschuhe sorgte für Aufsehen. Die Schuhe selbst lösen seit Jahren Diskussionen aus. Mit ihrer zehentrennenden Huf-Form gelten Tabis unter FashionliebhaberInnen als ikonisch. Sie sind zwar ein bisschen weird, vielleicht sogar hässlich, aber sie zeigen: Du hast Stil und keine Angst davor, etwas Rebellisches zu tragen. Seit dem Tabi-Swiper – vielleicht sogar etwas davor – kann man nicht mehr unbedingt von einem Außeinseiterschuh sprechen. Die Suchanfragen auf Google und Resale-Plattformen wie Vinted oder Vestiaire klettern rasant in die Höhe, erreichten letztes Jahr einen Peak – und so auch die Preise, zu denen man die Modelle von Margiela ergattern kann. 

500 Jahre Zehentrenner

Wenn selbsternannte FashionexpertInnen jemandem vorwerfen, „Fake-Tabis“ zu tragen, gilt es, aufzuhorchen. Denn so etwas wie „Fake-Tabis“ gibt es nicht. Tabi ist eine Bezeichnung für die Schuhform, die den großen Zeh von den anderen Zehen trennt. Meist werden mit „Fake-Tabis“ Versionen gemeint, die die Ästhetik von Martin Margiela mit dem runden, klobigen Absatz kopieren. Anno 1988 war es genau diese Art von Tabi-Boots, die den Schuh ins Rampenlicht katapultierten. Bevor seine Models über den Runway schritten, liefen sie durch rote Farbe. Dadurch hinterließen sie auf dem Boden Abdrücke der unverkennbaren Huf-Silhouette. 

Die eigentliche Geschichte des Tabi beginnt aber ein paar Jährchen vor der ikonischen Runway-Show. Vor gut 500 Jahren waren Tabis keine modischen Boots, sondern vor allem noch Socken und ein unerlässlicher Teil der japanischen Arbeiterschaft. Im 15. Jahrhundert importierte Japan Baumwolle aus China. Und stellte damit Socken her, die den großen Zeh abtrennten, sodass sie mit Zehensandalen getragen werden konnten. Mit der Zeit wurden sie outdoortauglich: Gummisohlen verwandelten die Socken in eine Art Stiefel. Seit den 1920er-Jahren, als Gummisohlen hinzugefügt wurden, ist der sogenannte Jika-Tabi als funktionale Fußbekleidung für GärtnerInnen, BauarbeiterInnen und HandwerkerInnen bekannt. 

Doch warum eigentlich diese Trennung zwischen großem Zeh und dem Rest? Die Gründe sind schlicht und einfach praktisch und medizinisch. Die geteilte Zehenpartie sorgt für besseren Halt und gibt schon fast ein Gefühl des Barfuß-Laufens. Auch heute schwören viele Tabi-TrägerInnen nicht nur auf die Schuhe, weil ihnen die Ästhetik gefällt, sondern auch, weil sie selbst mit Absatz bequem sind. 

Zu anatomisch, zu komisch?

Trotz Hype besteht nach wie vor eine Abneigung gegenüber der Hufform. Ob es daran liegt, dass die Anatomie des Fußes ein bisschen zu sichtbar gemacht wird? Wer auf TikTok in der Fashion-Ecke gelandet ist, kennt die Begriffe „Ugly Shoes“ oder, wie sie auch gerne genannt werden: „Man-Repellent“-Shoes. Ugly finden die Fashionfans, die diese Schuhe tragen, sie natürlich nicht. Aber zur Kategorie gehören solche Treter, die eben ein bisschen von der Norm abweichen: mit skurrilen Formen, wie übertrieben spitz, eckig oder mit seltsamen Silhouetten. Klar, spielt der Tabi da ganz vorne in der Liga mit. Fashion Influencerin Mandy Lee zeigt regelmäßig ihre Sammlung an „Freaky Shoes“. Kürzlich auch mit dabei: Tabi-Stiefel mit übergroßer Perle von Sandy Liang. 

Bisher galten Tabis als Erkennungsmerkmal unter AußenseiterInnen und Fashionistas, wobei viele wohl beides kombinieren. Wer in Tabis irgendwo außerhalb einer hippen Großstadt aufkreuzt, wird schräg angeschaut. Ob das so weitergeht, wird sich herausstellen. Fakt ist, dass sie immer häufiger getragen werden. Es gibt mittlerweile Mary-Janes, Boots, Ballerinas und selbst Turnschuhe – alle mit Zehenspalt. Auch Celebrities wie Rihanna, Cardi B oder Dua Lipa sieht man immer wieder mit Margiela-Hufen an den Füßen. 

Tabi-Mania

Dass Tabis trotz kontroversem Look in erster Linie gut ankommen, beweisen die vielen Kollaborationen und Neuinterpretationen. Der legendäre Air Rift von Nike macht aus dem Huf einen Sneaker. Diese Sneaker-Sandalen-Mischung war 1996, als sie erstmals auf den Markt kam, eigentlich für LangstreckenläuferInnen gedacht. Auch hier stand wieder die Anatomie im Vordergrund. So sollten Sneaker mit Zehenspalt besonders guten Halt beim Laufen geben. Heute stehen eher Fashion Girls Schlange dafür. Was auch daran liegt, dass es zahlreiche limitierte und einzigartige Editionen des Air Rift gibt: In Rot mit Stickerei, in Silber oder in Rosa mit Ballettschuh-Schleifchen. Tabis decken das gesamte Spektrum von bequemen Sneaker bis High-Heel ab: Mit Louboutin vereinte Margiela im Frühjahr 2025 die ikonische rote Sohle mit dem Split-Toe. 

Ein Tabi macht den Fuß nicht unbedingt schöner und schon gar nicht kleiner. Vielleicht lieben gerade darum so viele den Huf. Mode möchte vor allem Frauen vorschreiben, wie ihre Silhouette zu sein hat: Möglichst zierlich, dünn und elegant. Ein klassischer Tabi-Stiefel erfüllt diese Checkliste nicht – und erfreut sich jedes Jahr größerer Beliebtheit. 

Immer wieder gibt es Außenseiter-Trends. Das Einzigartige am Tabi ist seine Mischung aus reicher Geschichte und moderner Interpretation. Er hat sich in Japan über Jahrhunderte gehalten – so wird er uns auch erhalten bleiben, egal, ob der Hype noch mehrere Jahre anhält oder bald wieder abflacht. 

The future is weird 

Jetzt bleiben wir gespannt, mit welchen limitierten Collector’s Editions die Haute Couture Maison die Modewelt aufrüttelt. Von der allerersten Margiela Collector’s Edition mit Stickerei im Spiegellook gab es weltweit nur 25 Exemplare. Jedes Paar davon wurde mit mehr als 8’000 Glasperlen, Pailletten und metallischen Verzierungen bestickt.

Wer nicht unter den glücklichen 25 ist, oder noch einen Schritt weitergehen will, kann sich umschauen, welchen „Weird Shoe“ wir als nächstes überall suchen werden. Der Vibram Five Finger wird bereits als It-Piece gehandelt und gilt unter ModeliebhaberInnen als nächster Schritt nach dem Tabi – schließlich beweist man damit echten Mut zur Hässlichkeit und zeigt alle fünf Zehen. Und die Finger-Boots des schwedischen It-Labels Avavav spielen ebenfalls mit seltsamen Silhouetten und sehen aus, als würde man Hände an den Füßen tragen. Schuhe tragen uns eben nicht nur durch den Tag, sondern hinterlassen Spuren und Messages, je nachdem, für welches Modell man sich entscheidet. 

Time for weird shoes: Schnapp dir einen Margiela-Tabi.

Fotos: © Maison Margiela

News und Trends aus der Fashionwelt findest du hier.

Tags: Gespaltene Schuhelimitierten Collector’s EditionMaison MargielaTabis
Josefine Zürcher

Josefine Zürcher

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