Williams der Grosse

Pharrell Williams mischt überall mit. Der Mann aus Virginia Beach ist Musiker, Designer, „Best Dressed Man“, Schwarm aller Mädchen – und mancher Jungs. Selbst Vogue-Königin Anna Wintour kann nicht widerstehen.

„Can I have it like that?“ – „You got it like that.“ Der Refrain seines Gwen Stefani-Features scheint für Pharrell Williams zum Lebensmotto geworden zu sein. Und er möchte alles haben: Erfolg als Musiker, Anerkennung als Produzent und Mode-Designer. Obwohl der 38-Jährige wohl sicher nicht einer der besten Sänger unter der Sonne ist, hat er Erfolg, denn Sounds und Verpackung zählen halt auch. Die Musik war sein erstes Standbein: Produzierte Hits für Beyoncé und Justin Timberlake, Kooperationen mit namhaften Musikern wie Everybody’s-enfant-terrible-Darling Snoop Dogg („Drop it like it’s hot“!) und die eingängigen Beats der eigenen Band N.E.R.D füllen – nebst Solo-Stücken – seit Jahren die Charts. 2005 wurde der bekennende Star-Trek-Fan gar zum „Best Dressed Man“ gewählt und fühlt sich seitdem berufen, selbst Mode zu machen. „Billionaire Boys Club“ und „Ice Cream“ entstehen, wenn Mister Williams auf die japanische Streetwear-Ikone Nigo trifft, eine kleine Schmuck- und Sonnenbrillenkollektion, wenn er mit Louis Vuitton kuschelt. Auf so viel geballte Kreativität stehen nicht nur kreischende Groupies: Der Rapper durfte die Plattenteller an den Partys der US-Vogue-Chefin Anna Wintour drehen, sitzt sowieso an jeder gefühlten dritten Fashion-Show in der ersten Reihe, und von der Modejournalistin Amanda Brooks wird sexy Pharrell in ihrem Buch „I love your Style“ als Street-Style-Ikone in den Himmel gelobt. Hollywood hat bisher allerdings nicht wirklich angebissen, bis auf einen Ausflug im Kurzfilm „The Ecology of Love“ (2004) war da nix. Spannender: Obwohl es musikalisch dieser Tage ruhiger um ihn geworden ist, platzt sein Terminkalender vor Projekten. Sein selbst gemixter Likör „Qream“ dürfte bald aus Übersee in unsere Bars rüberschwappen, und sozial engagiert ist Williams auch. Zusammen mit dem Architekten Chad Oppenheim bastelt er an einem Jugendzentrum in seiner Heimatstadt Virginia Beach, um benachteiligten Kids auf die Sprünge zu helfen. He got it like that!

 

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