Modeinspirationen holt man sich nicht auf der Strasse? Und ob! Yvan Rodic beweist mit seiner Fotosammlung, dass Fashion auch jenseits der Laufstege stattfindet.
In Chiffon eingewickelt und auf kriminell hohen Latex-Absätzen stöckeln zartgliedrige Models über die Pariser Laufstege – die Haute Couture wird zur Kunst deklariert. Aber gehört Kunst nicht in Museen? Yvan Rodic, Facehunter und König des Street-Blogging, jagt lieber durch Metropolen und dokumentiert mittels Fotokamera, was ihm über den Weg läuft. Taipei City und Reykjavik neben London und Paris, Mode passiert überall. Regelmässig füttert Rodic sein Online-Bildertagebuch, Prestel hat sein Werk in Buchform unter dem Titel „Facehunter – Die Strasse als Catwalk“ publiziert. Bunt und vielfältig sind darin Rodics „Testimonials“ zusammengewürfelt: Mit einer innovativen Mischung aus Farben, Mustern und Materialien stehen die Hobby-Fotomodelle den erfolgreichen Designern in Sachen Kreativität in nichts nach – oder überzeugen auch in Jeans und mit schlichtem weissen T-Shirt. Und genau das ist es, was die Strassenmode der Designerkombis in gewissen Dingen überlegen macht: Stil ist individuell und nicht käuflich. Mode möchte nicht nur getragen, sondern auch gelebt werden.








