Rockstar, aber bescheiden bitte
28.08.2008,
Bescheidenheit und Rock, geht das zusammen? Jack White (The White Stripes) gelingt es, diese zwei Begriffe zu vereinen.
Als eines von elf Kindern verspürte John Anthony Gillis, so Jack White’s bürgerlicher Name, schon früh eine Affinität zur Musik. Mit fünf Jahren begann er die ersten Töne auf seiner Trommel zu schlagen. Er war als kleiner Junge ein grosser Fan von Klassischer Musik, insbesondere von Blues. Mit elf nahm er dann seine erste Gitarre in die Hand, und schon war es um ihn geschehen – sein musikalischer Weg war gelegt. Als Mitglied mehrerer Bands gings schleppend voran, denn keine hielt sehr lange, und er stand am Ende immer wieder allein da. Doch sein Wille war stärker als die Enttäuschung, immer wieder von den Bandmitgliedern sitzen gelassen zu werden. Er entschied sich kurzerhand, mit seiner vermeintlichen Schwester, Meg White, eine Band zu gründen, obschon sie kein Instrument spielte – The White Stripes waren geboren. Er brachte ihr das Schlagzeugspielen soweit bei, dass es gut genug klang, um sein Gitarrenspiel zu untermalen. 2001 Vier Jahre, gelang dem Duo der internationale Durchbruch, nicht in ihrer Heimat USA, sondern in England . Bald wurde bekannt, dass die beiden in Wahrheit keine Geschwister sind, sondern Verheiratet waren, wobei Jack damals Meg’s Namen annahm. Das verschaffte dem „Couple“ ein wenig zusätzliche Presse und machte sie entsprechend interessanter als interessant. Bald bekam Jack diverse Angebote, von Musik bis hin zum Film. Sein Herz schlug allerdings immer nur für die Musik: In Filmen spielte er stets Musiker. Mit seiner bescheidenen Art und exzellenter Musik zieht er das Publikum in seinen Bann. Er meinte mal: „Heutzutage sind alle für nichts bekannt. Ich will aber durch meine Musik bekannt sein und dafür arbeiten und nicht meine Person in den Vordergrund stellen.“ Das ist ihm gelungen.
Chamäleon
Aufgrund seiner musikalischen Differenziertheit bekam er zusammen mit R n’B Prinzessin Alicia Keys den Auftrag, den Titelsong für den neuen James Bond Film „ Ein Quantum Trost“ aufzunehmen. Unterschiedlicher könnte das Duo kaum sein. Ihre Musikstile stehen meilenweit auseinander, trotzdem wird es wohl gelingen – denn Jack sucht die Herausforderung und bewies bereits in der Vergangenheit des öfteren seine musikalische Offenheit. Ob mit den Rolling Stones , Loretta Lynn, The Strokes oder für eine Coca Cola Werbung. Wir dürfen gespannt sein, was das Musik-, Produzenten- und Schauspiel-Chamäleon in naher Zukunft noch so anstellt. Die Single „Another Way to Die“ kommt am 28. Oktober auf den Markt. (lig)


