Lets face it, Nicolas Sarkozy
22.09.2009, von: Damiana Mariani
Was das Gesicht von Nicolas Sarkozy über seinen Charakter verrät, erklärt Ihnen Pietro Sassi, unser Gesichterleser.
Charmant ist er, le Président. Nur schon der Visage wegen. Ein Gesicht, das flammend sämtlichen Geboten der Symmetrie strotzt. Wäre Arthur Miller nicht tot, er würde verehrend vor ihm auf die Knie fallen. Nicolas Sarkozy selbst findet derlei Anspielungen sans importance. Ohnehin widersetzt er sich allem und jedem, der ihm nicht in den Schlips passt. Als sein Vater verkündete, „In diesem Land wird niemals ein Sarkozy Präsident sein“, fand er das weniger zum Lachen als zum Kotzen. Was mischt sich der alte Herr überhaupt ein, wo er ihn doch als kleinen Wurm sitzen liess. Monsieur räumte sein Kinderzimmer trotzdem erst mit 30. Und möglicherweise hängt das Eine mit dem Anderen zusammen. Und damit, dass Sarko Schuheinlagen trägt und gelegentlich auf Zehenspitzen steht. Vielleicht hat er in seinen Hemmschuhen aber auch einfach nur Laufen gelernt. Pietro Sassi* weiss mehr.
1) Menschen mit derart ausgeprägten Stirnquerfalten legen ein ausserordentliches Durchhaltevermögen an den Tag. Mentales Durchhaltevermögen, damit wir uns recht verstehen. Mit Joggen hat das nichts zu tun.
2) Nicolas Sarkozys Stirnkanten zeugen von technischem Verständnis. Was durchaus nicht unwichtig ist für einen Präsidenten – und Männer im Allgemeinen.
3) Will man Klein-Napoléons Augenbehaarung Glauben schenken, ist Carla Bruni eine befriedigte Frau. Je buschiger diese ist, desto leidenschaftlicher ist nämlich auch ihr Träger.
4) Diese Einbuchtung, die wir hier links sehen, wird Jobfalte genannt. Sie ist bei Sarko sehr dominant, will heissen, der gute Herr ist ein Vermittler, der seine Ideen und sein Wissen gerne weitergibt.
5) Viel höher könnte sein Augenstand nicht sein. Der 54-Jährige hat ein Denktempo, da kommt nicht jeder mit. Ausserdem neigt er zu verrückten, exzentrischen Ideen. Backgroundinfo: Die Terroristen von 9/11 hatten alle einen auffällig hohen Augenstand. Nicht, dass das eine mit dem andern was zu tun hätte.
6) Weiter gehts mit der Nase. Menschen mit Nasenspitzenkanten, wie wir sie hier haben, streben nach optimalen Lösungen. Ausserdem lautet ihre Devise: Ist ein Ziel erst erreicht, heisst es, auf zu neuen Ufern.
7) Wie wir sehen, hat Frankreichs Staatspräsident Unterlippenpolster, ist folglich genussorientiert. Gekoppelt mit Punkt 3, kann man sich ausmalen, was zwischen den Laken von Sarkozy/Bruni abgeht.
8) Zwar auf diesem Foto nicht optimal sichtbar, doch Sarkozy hat ein Mimosengrübchen, ist darum auch schnell eingeschnappt, wenn sich die Presse auf seine Kosten amüsiert, was gegenwärtig ja öfter der Fall ist.
9) Viel spannender aber ist das Innenohr des Parisien. Wie sich unschwer erkennen lässt, ist es nicht besonders gross, und genauso verhält es sich mit seinem Selbstbewusstssein. Grund dazu hätte er nicht, aber es erklärt einiges, zum Beispiel die Schuheinlagen.
10) Zum Schluss noch ein letzter Fingerzeig auf seine Schöpfungskraft, Sarkozys Innenohr mag klein sein, sein Aussenohr aber hat eine winzige Ecke. Und die ist ausschliesslich Menschen mit beneidenswertem Ideenreichtum beschert.
*Pietro Sassi ist Experte in der Kunst des Gesichterlesens. Mehr Infos unter: www.sassi.ch


