Kleider in Apricot, weisse Organza-Röcke, Lack und Leder: In der französischen Metropole startete die Modewoche in die letzte Runde. Hier das Beste der Paris Fashion Week.
Zwischen Montmartre und Quartier Latin rannten Redakteure, Fotografen, Blogger und Journalisten von einer Show zur nächsten. Vom 27. September bis 5. Oktober fand nach New York, London und Mailand die Paris Fashion Week statt. Bei kühler Stadttemperatur sehnte man sich nach sommerlicher Atmosphäre, die man in den Front Rows zu sehen bekam: Louis Vuitton zeigte pastellfarbenen Retro-Look vom Feinsten, während Sarah Burton für Alexander McQueen auf den schmalen Grat zwischen Romantik und Provokation setzte. Dior nahm das Publikum mit auf Zeitreise und Chanel tauchte uns in eine Welt weisser Eleganz. Die Frühjahr/Sommer-Kollektionen 2012, vom einheitlichen Trend keine Spur.
Das Musée Rodin erstrahlte in Neonlicht, als Karolina Kurkova die Dior Show eröffnete. Abendroben in Schwarz-Weiss, Organza-Röcke, Kostümjacken: Die Zwanziger sind zurück, zwar nicht ganz so theatralisch wie sie Galliano gemocht hätte, trotzdem überzeugt Teamleiter Bill Gaytten mit der Neuinterpretation des New Looks.
Sarah Burton kreierte für Alexander McQueen einmal mehr eine Hommage an die Haute Couture – Inspiration waren düstere Meereswelten, die sie mit Volants und Spitze umsetzte. Korsagen und Masken gaben der Kollektion die verruchte Seite des verstorbenen Designers zurück.
Nicht nur Alexander McQueen ging auf Tiefgang: Chanel zauberte eine mattweisse Unterwasserwelt in kühler Eleganz: 87 Looks, 87 Models. Letztere trugen weisse Zweiteiler, verspielte Kleider, dazu grafische Muster, die der Künstler Blinky Palermo entwarf. Musikalisch wurde die Show im Grand Palais von Florence & The Machine begleitet. Keine Frage, Karl Lagerfeld hat sich ein weiteres Mal übertroffen.
Bei Miu Miu und Celine dominierten düstere Farben: Bordeaux-Rot, Dunkelblau, Schwarz. Miuccia Prada liess sich von Märchen inspirieren und schickte böse Stiefschwestern über den Laufsteg. Phoebe Philo setzte auf präzise Schnitte und kombinierte Oversize-Blazer mit Bleistiftröcken.
Als Abschluss zeigte Marc Jacobs seine Kollektion für Louis Vuitton. Ein schneeweisses Karussell drehte sich im Cour Carrée du Louvre und sorgte für nostalgische Stimmung: Models in pistaziengrünen und vanillegelben Tweedjäckchen und Retroröcken stiegen nach und nach von ihren Holzpferden. Auch diese Saison schloss Kate Moss die Show ab, zwar nicht mit Zigarette, dafür umso romantischer im Spitzenkleid. Der Designer Marc Jacobs, ganz in Weiss, lief am Schluss eine Runde für die Fotografen.














