
Einkäufer, Chefredakteure und Modejournalisten sitzen für gewöhnlich in den Frontrows dieser Welt. Doch was zum Geier machen hier Blogger und die B-Prominenz?
Früher war klar, wollte Anna Wintour nicht fünf Tage in Mailand weilen, kürzte man die Fashion Week auf drei. Denn die Vogue-Chefin bestimmt die Trends mit. Aber warum wartet Cynthia Rowley an der New Yorker Modewoche geschlagene 40 Minuten auf Lindsay Lohan? Kein einziges Model wagte ihre in High Heels gepressten Füsse auf den Laufsteg, ehe die Blondine ihren knochigen Hintern in die vorderste Reihe gepflanzt hatte. Das Phänomen der „Verweichlichung der Frontrow“ lässt sich schon seit längerem beobachten: Während zu früheren Zeiten Wintour und ihre Clique, die Marie-Claire-Girls, Harper’s Bazar und Elle neben Einkäufern von Harrods, Barney’s und Co. Platz nahmen, sitzen da heute die 15-jährige Bloggerin Tavi Gevinson, Promi-Kid Jimi Blue Ochsenknecht und Reality-TV-Star Kim Kardashian, die immer gern gesehen ist, auch wenn sie in knallengen Polyesterminis wenig Geschmack beweist. Weniger fraglich als die Präsenz gewisser Stars ist jene der hippen Blogger, sie knipsen was das Zeug hält und laden die Schnappschüsse der neusten Designerteile noch während der Show auf ihre Website – ein Tempo, bei dem selbst die Vogue hinterher hinkt.

Was hat Ochsenknecht-Sprössling Jimi Blue nur hier zu suchen?

Tennisstar Serena Williams sitzt neben Vogue-Chefin Anna Wintour - die ist darüber gar nicht erfreut.

Blogger Bryan Boy sitzt immer in der Frontrow - natürlich mit Sonnenbrille.

Diese Zeiten sind vorbei: die Vogue-Clique allein in der Frontrow.







