Historische Märchenwelten, Fabeln der Gegenwart, Dior lag mit John Galliano als Kreativchef der Damenkollektionen jahrelang auf Top-Kurs. Mehr Beachtung als mit den faszinierenden Kreationen des 50-Jährigen Briten geht kaum. Und die war stets berechtigt. Denn Galliano steht nicht nur für umwerfende Bühnenshows, der in Gibraltar geborene Designer – seit 1997 schrilles Zugpferd im Traditionshaus Christian Dior – hat auch in Sachen Couture so viel Talent wie nur wenige seiner Generation. Nun ist er weg, gefeuert, nun ja, geparkt. Nach einer skurrilen Auseinandersetzung in einem Pariser Café vergangenen Donnerstag mit einem Pärchen, in dem Galliano angeblich antisemitische Parolen ausposaunt haben soll, hat ihn Dior vor die Tür gesetzt. Vorübergehend, bis die Vorwürfe von den Behörden geklärt sind. Man darf nur wünschen, dass es sich bei der Geschichte um ein Missverständnis handelt – zu viel Koks, Halluzinationen? Galliano ist in Sachen Drogen bekanntermassen kein Kind von Traurigkeit. Wobei wiederum 1.1 Promille Blutalkohol eher nach gemütlichem Glas Wein tönen, als dass der Pegel sein Gehirn auf dumme Gedanken gebracht haben könnte. Falls der schräge wie geniale Designer in Zukunft bei Dior wirklich ausfallen sollte, ist das ein Riesenverlust. Dieses Vakuum – wer sonst bricht so viel Phantasie auf reale, zwar kostspielige aber tragbare Mode herunter – ja, dieses Vakuum dürfte nur schwer durch Designerneuzugangsfrischluft zu füllen sein. Bis dahin, egal wer nach der Kollektionschau Dior Herbst 2011, die in dieser Woche in Paris präsentiert wird, ersatzweise von der Bühne winkt, gilt der alte wie bewährte Satz: The show must go on.
Dior suspendiert John Galliano!
Was für ein Knaller! In wenigen Tagen steigen die Pariser Prêt-à-porter-Schauen. Dior ist eines der „Schlüsselhäuser“ – doch nun steht es ohne Kreativkopf da. Paradiesvogel John Galliano ist suspendiert!









Nun muss wohl Jean Paul Gaultier ran!
WOW!! Harte Anschuldigungen…na ich bin gespannt was da noch rauskommt!!!
Wir können ihn ja mal anrufen und fragen, was da los war