
Ein neuer Trend überschwemmt unsere Kinos im nächsten Jahr. Die 90ies Blockbusters sind zurück – in 3D.
Für Cineasten strahlt die nahe Zukunft nicht allzu hell, 2012 scheint ein Fest der Einfallslosigkeit zu sein. Fortsetzungen en masse erwarten uns: In „G.I. Joe: Retaliation“ (Start: 19.7.) rettet Opa Willis kurz mal die Welt, die Aliens in „Men in Black 3“ (24.5.) kriegen von Will Smith den Arsch versohlt. Gleich zwei Schneewittchen Verfilmungen bringt uns das nächste Kinojahr, wobei „Snow White and the Huntsman“ (31.5.) mit Charlize Theron als böse Hexe schonmal vielversprechender klingt als die Kuschel-Version „Mirror Mirror“ (5.4.). Mit „The Devil Inside“ (26.1.) kriegen wir den dreitausendsten Exorzismus-Schocker aufgetischt – lecker. Hollywoods Goldjunge James Cameron setzt dieser Endlosschleife mit einer fetten Cashcow – „Titanic“ (5.4.) in einer dreidimensionalen Version – die Krone auf. Ab dem 9. Februar brausen George Lucas‘ Jedis im bearbeiteten 3D-All von „Star Wars Episode I: The Phantom Menace“ (1999) herum. Und der Clown-Fisch in „Finding Nemo“ (2003) will ab September im digital aufgewerteten Ozean gefunden werden.
Den roten Samtstühlen müssen wir 2012 nicht ganz fernbleiben, es gibt einen Hoffnungsschimmer am Remake-Horizont. Quentin Tarantinos „Django Unchained“ (27.12.), basierend auf den schmutzigen Brutalo-Western „Django“ (1966), klingt dank grandioser Besetzung – Christoph Waltz, Samuel L. Jackson, Leonardo DiCaprio und Sacha Baron Cohen – nach einer vielversprechenden Wiedergutmachung.

